Alice im Wunderland
130 Gäste, ein Schlüsselloch als Tür und Fliegenpilze, unter denen man sich klein fühlt wie Alice. Jeder Tisch erzählte von einer eigenen Figur.
Feste, die bleiben
Jedes Fest beginnt mit einer Geschichte und endet mit einem Raum, den es so nur einmal gab. Oben der Überblick, darunter jede Geschichte im Detail.
130 Gäste, ein Schlüsselloch als Tür und Fliegenpilze, unter denen man sich klein fühlt wie Alice. Jeder Tisch erzählte von einer eigenen Figur.
Eine Gartenhochzeit im Zelt, so bunt wie die Braut: Hellblau, Apricot und Orangerot, zusammengehalten von einem klaren Konzept.
Ein Abend wie in einer geheimen Bar der 1920er: Schwarz und Gold im Gewölbe, ein Rätsel an jedem Tisch und ein Pokal für das beste Outfit.
Jede Geschichte zeigt die Idee und wie sie umgesetzt wurde.
Einen Tag lang in eine Fantasiewelt eintauchen, voller unschuldiger Freude und mit einer leisen Geschichte von innerer Veränderung. Jeder Tisch bekam eine eigene Figur, eine eigene Szene und einen eigenen Farbschwerpunkt. Satte Bordeauxtöne und Kupfer trugen den Abend, Blau gehörte zu Alice.
Vom Zahnstocher über die Tischdecke bis zur DJ-Ausstattung habe ich alles selbst organisiert. Man betrat den Speisesaal durch ein zweieinhalb Meter hohes Schlüsselloch, und in sechs Monaten Vorlauf sind die Figuren aus Pappmaché und Ton entstanden. Die Raupe, das Weiße Kaninchen und die fallende Alice stammen von einer regionalen Künstlerin.
Der Saal war sehr hoch, und kleine Deko hätte sich darin verloren. Also habe ich mit dem Schrumpfen gespielt: Von der Decke hingen Blumengirlanden und Lichterketten, auf den Tischen standen Fliegenpilze aus Pappmaché, gut 1,20 m hoch. Damit sie nicht schimmeln, nicht kopflastig werden und auf nur einem Meter Tischtiefe sicher stehen, habe ich Schichten und Sockel mehrfach getestet.
Herz des Saals war die Tafel des verrückten Hutmachers. Darauf stand ein selbst gebauter Hut, 80 cm im Durchmesser und rund einen Meter hoch. Rundherum standen alte Tee- und Kaffeeservice, die aussehen sollten, als würden sie über den Tisch fliegen. Mit Draht und schweren Steinen fixiert, blieben sie auch stehen, als gegessen, getanzt und an den Tisch gestoßen wurde.
So sah der Saal vor dem Aufbau aus: weiße Tafeln, leere Decke, ein Raum wie viele. Zieht den Regler über das Bild, dann verwandelt er sich.
Zu jedem Tisch gab es eine Karte im Format A3. Vorne erzählt die Figur, wofür sie auf dem Weg ins Erwachsenwerden steht, hinten richtet sie einen Brief an die Gäste, gesetzt auf die Originalillustrationen von John Tenniel. Jede Figur hat ihre eigene Akzentfarbe, von Rot bei der Herzkönigin bis Blau bei Tweedledee und Tweedledum.


„Ich wusste nicht genau, was mich erwartet, aber spätestens beim Betreten war klar, dass das hier kein gewöhnliches Event ist. Die Dekoration war so detailreich und so durchdacht, dass man gar nicht wusste, wo man zuerst hinschauen soll.“Gast · Google-Bewertung
Ohne Micha, die Wirtin, und das Team vom Gasthaus Antretter wäre das nie so gegangen. Sie haben in der Location unglaublich viel möglich gemacht.
Marlene und Alessandro wollten im Garten feiern, in einem gemieteten Zelt mit festem Boden und urigen Bierbänken, mit rund 45 Gästen und drei Monaten Vorlauf. Die Braut hat eine feenhafte, leicht hippiehafte Art. Am Anfang stand fest: Cottagecore, und so bunt wie möglich.
Ich habe mich um die Location gekümmert, um Aufbau, Dekoration und Buffet, um das Mitbringbuffet samt Kühlung und um den kompletten Abbau. Das Budget eines jungen Paares habe ich so verteilt, dass kleine Dinge viel Wirkung haben, ohne bei der Qualität zu sparen.
„Goldene Kerzenständer? Viel zu klischeehaft“, sagte die Braut. Dann schickte sie mir ihr Pinterest-Board, und auf fast jedem Bild stand einer. Also haben wir gemeinsam reingezoomt: Was gefällt dir an diesen Bildern wirklich, was brauchen wir davon und wie viel? Über mehrere Runden haben wir uns so an ihr Bild herangetastet, bis es genau gepasst hat.
Auf Wunsch der Braut haben wir mit hochwertigen Kunstblumen gearbeitet. So ließen sich Farben kombinieren, die frisch geschnitten kaum zusammen erhältlich sind, und die Gestecke sahen im warmen Zelt am Abend noch genauso aus wie am Morgen. Die Gäste haben vor allem gespürt, wie viel Wärme aus der Deko sprach.
„Unsere Hochzeit im Garten war wirklich genau so, wie ich sie mir immer erträumt hatte. Am Tag selbst musste ich mich um nichts kümmern, alles ist einfach gelaufen.“Marlene · Google-Bewertung
Ein Abend im Speakeasy, an dem Fremde über ein gemeinsames Rätsel ins Gespräch kommen und am Ende zusammen tanzen. Schwarz und Gold sollten den Glanz und die Verrücktheit der Zwanzigerjahre zeigen, pompös und bis ins letzte Detail.
Jeder Tisch stand für einen Gegenstand, einen Erfinder oder ein Ereignis der Zwanzigerjahre. Wer das Rätsel lösen wollte, musste die Karte an jedem Tisch lesen. Für die Infostationen habe ich Originalbücher und Material aus der Zeit aus einer Bibliothek in Leipzig organisiert, rund fünf Stunden vom Veranstaltungsort entfernt.
Ich habe natürlich schon viel mehr organisiert und dekoriert. Hier ein paar Schnappschüsse von Hochzeiten, Mottopartys und einem Siedler-von-Catan-Turnier.

















Ich freue mich darauf, mehr über eure Pläne zu erfahren. Schreibt mir einfach über das Kontaktformular.